Wurstskandal in Deutschland – und warum auch Vegetarier nicht sicher sind

Deutschland wird erschüttert von einem der größten Lebensmittelskandale seit Jahren. Die Unsicherheit im Hinblick auf keimbelastete Fleischwaren ist groß. Zumal auf den Rückruflisten plötzlich auch vegetarische, ja sogar vegane Produkte auftauchen.

Wenn ein Verdacht auf verunreinigte Lebensmittel aufkeimt, ist für die besorgten Verbraucher vor allem wichtig zu wissen, welche Waren genau betroffen sind. Aber das gestaltet sich schwieriger als gedacht. Bei eingepackter Wurst kann der Verbraucher im aktuellen Fall unter Umständen noch selbst herausfinden, ob das betroffene Unternehmen „in der Wurst steckt“ – anhand einer aufgedruckten Identitäts-Nummer.

Bei verarbeiteten Lebensmitteln scheitert dieses System, da eine durchgängige Kennzeichnung fehlt. Aus den Produktionsanlagen der jetzt betroffenen Firma fand das infizierte Fleisch als sogenanntes Vorprodukt den Weg auch in das Essen anderer Hersteller.

Auch vegetarische Lebensmittel sind betroffen

Dass man den Weg eines Lebensmittels so wenig nachvollziehen kann, dürfte viele Verbraucher überraschen. Womit die meisten aber noch weniger gerechnet haben werden: auch vegetarische und vegane Produkte wie Brotaufstrich sind im aktuellen Fall betroffen. 15 solcher Produkte stehen auf der veröffentlichten Rückrufliste.

Wie können vegetarische oder vegane Lebensmittel von einem Wurstskandal betroffen sein? Wie ein Vertreter der Verbraucherorganisation Foodwatch erklärt, liegt das Problem darin, dass in manchen Betrieben sowohl vegetarische und vegane als auch fleischhaltige Produkte hergestellt werden – zum Teil mit den gleichen Geräten. So können wohl auch Fleischrückstände in fleischfreie Produkte kommen, auch wenn die Geräte vor dem Produktionswechsel gründlich gereinigt werden.

Aber ist die Herstellung und Verarbeitung veganer Lebensmittel denn nicht genau geregelt? Auch Produkte, die als vegetarisch oder vegan gekennzeichnet sind, „können und dürfen in der Produktionskette mit tierischen Erzeugnissen in Berührung gekommen sein“, so der Foodwatch-Vertreter.

Was bleibt nun dem besorgten Verbraucher, angesichts einer lückenhaften Gesetzeslage und eines Lebensmittelmarktes, in dem keine Transparenz herrscht? Auf Hersteller zu setzen, in deren Anlagen garantiert keine fleischhaltigen Produkte verarbeitet werden.

Ein Brotaufstrich wie iBi von Lebe Gesund ist hier sicher eine gute Empfehlung. Bei Lebe Gesund im Spessart werden nur vegane Lebensmittel produziert, in hauseigener Naturproduktion – und zwar schon seit 1983. Werterhaltend werden die Feldfrüchte aus eigenem Anbau dort weiterverarbeitet, in der hauseigenen Steinmühle, Bäckerei, Feinbäckerei und Feinkost. Neben den in 21 Geschmacksrichtungen erhältlichen iBi-Brotaufstrichen umfasst das Sortiment u.a. auch Kräuter-Pestos, Soßen und Fertiggerichte mit selbst angebautem Gemüse. „Vom Anbau bis zum Kunden, alles aus einer Hand“ ist das Motto von Lebe Gesund – ein Ansatz, der in der Lebensmittelbranche seinesgleichen sucht und dem Bedürfnis der meisten Verbraucher nach vertrauenswürdigen Lebensmitteln sicher entgegenkommt.