Mist und Gülle – es geht auch ohne!

Deutschland sieht sich als Vorreiter im Umweltschutz. Doch was die Qualität des Grundwassers betrifft, liegt einiges im Argen. Als Hauptursache gilt die massenhafte Ausbringung von Mist und Gülle – Abfallprodukte aus der Tiermast – durch die Landwirtschaft.

Unlängst hat die EU-Kommission sogar Klage gegen Deutschland erhoben – wegen der steigenden Nitratbelastung des Grundwassers und jahrelanger Untätigkeit bei dessen Schutz. Zu lasche Regeln für den Umgang mit Gülle in der Landwirtschaft sind eine der Ursachen.

Die Alternative: der Friedfertige Landbau

Doch Landwirtschaft kann man auch ganz ohne Mist, Gülle und Kunstdünger betreiben. Der Friedfertige Landbau macht es vor. Die Landwirte orientieren sich an der Goldenen Regel des Jesus von Nazareth: „Was du nicht willst, dass man dir tu‘, das füg auch keinem anderen zu“. Das bedeutet für sie, dem Leben auch in den Pflanzen mit Achtung und Fürsorge zu begegnen. Statt den Böden durch massiven Einsatz von Düngemitteln wie Gülle immer höhere Erträge abzuringen, wird das Bodenleben gefördert.

So werden die Mikroorganismen mit natürlichen Substanzen wie Kompost, eigens angesetztem Brottrunk, Urgesteinsmehl usw. gefüttert. Diese Kleinstlebewesen geben in der Folge der Pflanze, was sie benötigt. Denn der Schlüssel für eine gute Ernte liegt in einem gesunden Boden. Deshalb bekommt das Erdreich auch alle drei Jahre eine verdiente Ruhephase.

Das Tier als Mitgeschöpf – keine Nutztierhaltung

Mist und Gülle, die man auf Felder entsorgen müsste, fallen im Friedfertigen Landbau übrigens gar nicht an. Denn hier sieht man die Tiere als Mitgeschöpfe, die denselben Atem tragen wie wir Menschen auch. Deshalb gibt es im Friedfertigen Landbau keine „Nutztierhaltung“, weil die Tiere nicht für menschliche Zwecke genutzt werden.

Die Erzeugnisse des Friedfertigen Landbaus – achtungsvoll geerntet und weiterverarbeitet – werden auf Märkten und in Läden verkauft und sind auch über den Lebe Gesund-Versand zu beziehen.