Gülle, Feinstaub … – nicht bei uns! Der Friedfertige Landbau achtet das Leben


Es riecht wieder unangenehm in Deutschland: am 31. Januar endete die Sperrfrist für die Ausbringung von Gülle. Doch der „billige Dünger“ – ein Abfallprodukt aus der Massentierhaltung – kommt die Umwelt teuer zu stehen.

Die massenhafte Ausbringung von Gülle machte bereits in der Vergangenheit Schlagzeilen. So wurde Deutschland 2018 vom Europäischen Gerichtshof verurteilt, weil die Regierung zu wenig gegen Nitrate im Grundwasser unternommen hatte – eine Folge jahrzehntelanger Überdüngung mit Gülle. Erst 2017 sollte ein deutsches Gesetz hier Abhilfe schaffen. Laut Agrar-Experten lassen die Regeln aber zu viele Schlupflöcher, wissenschaftliche Erkenntnisse werden weitgehend missachtet.

Hinzu gekommen ist kürzlich der Vorwurf an die Landwirtschaft, Hauptverursacher für die in Deutschland herrschende Feinstaub-Belastung zu sein – und zwar durch die Massentierhaltung. Denn die Ammoniak-Ausgasungen aus Gülle verbinden sich in der Atmosphäre mit anderen Gasen und werden so zu Feinstaub. Nach einer neuen Studie des Mainzer Max-Planck-Instituts für Chemie gibt es durch Feinstaub weitaus mehr vorzeitige Todesfälle als bisher angenommen. „Die Massentierhaltung führt zu Ammoniak, Ammoniak führt zu Feinstaub und Feinstaub führt zu vorzeitigen Todesfällen“, fasst der Leiter der Studie zusammen.

Der Friedfertige Landbau – ein Anbau ohne Mist und Gülle, mehr als „Bio“

Nicht nur in der konventionellen Landwirtschaft, sondern gerade auch im Bio-Anbau werden die Felder häufig mit Mist und Gülle „gedüngt“. In den Ausscheidungen der so genannten „Nutztiere” finden sich oft Rückstände von Medikamenten wie z.B. Antibiotika, die den Tieren oft im Übermaß verabreicht werden. Und nicht zuletzt kommt mit der Gülle aus den Tierhaltungen eine Ahnung des großen Tierleides auf die Felder – und in die Pflanzen und Früchte, sei es „Bio” oder nicht. Zudem belastet die Gülle die unzähligen wichtigen Kleinstlebewesen und Mikroorganismen im Boden, die förmlich daran „ersticken”.

Nicht so im Friedfertigen Landbau, wie er im Spessart schon seit vielen Jahren praktiziert wird. Im Friedfertigen Landbau gibt es keine Nutztierhaltung und erst recht keine Massentierhaltung, ganz im Gegenteil. Es geht darum, allen Lebewesen und Lebensformen in der Natur mit derselben Achtung und Wertschätzung zu begegnen, die wir auch erfahren möchten. Somit fällt keine Gülle an, die auf den Feldern „entsorgt” werden muss oder Ammoniak ausgast. Regelmäßig im Jahreslauf erhalten die Kleinstlebewesen im Boden Nahrung in Form von Laub, Kleie oder Brottrunk, der auf die Felder ausgebracht wird. Ehrliche Lebensmittel – vom Anbau bis zum Kunden – ohne Tierleid, dafür steht der Friedfertige Landbau.

Die Früchte, die in dieser besonderen Anbauform gedeihen, verarbeiten die Lebe Gesund-Naturproduktionen zu schmackhaftem Brot, leckeren Brotaufstrichen, feinen Frischkräutersoßen und vielem mehr. Erhältlich sind sie über den Lebe Gesund-Versand, der übrigens saisonal auch Frische-Kisten mit Gemüse aus Friedfertigem Landbau anbietet. Mehr erfahren
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