Gesunde Jungpflanzen für einen guten, kraftvollen Start ins Leben

Jede Jahreszeit hält für die Landwirtschaft besondere Aufgaben bereit. Die ersten Monate des Jahres stehen vor allem im Zeichen der Jungpflanzen. Gemüse-Gärtner im Friedfertigen Landbau geben uns einen Einblick in ihre Tätigkeit.

„In unserer Gärtnerei werden die Jungpflanzen für den Gemüseanbau herangezogen“, berichtet ein Gemüse-Gärtner, „um den Gemüsepflänzchen durch optimale Keimbedingungen einen Wachstumsvorsprung und einen guten Start zu ermöglichen. Wichtig ist die richtige Erde. Wir verwenden eine extra für uns hergestellte Mischung aus hauptsächlich Kompost und Torf, versetzt mit Mineralien und Nährstoffen rein pflanzlichen Ursprungs. Üblicherweise werden hierfür Hornspäne, Hornmehle oder Haarmehl verwendet. Die konventionellen Betriebe nutzen hauptsächlich hundertprozentiges Torfsubstrat gemischt mit synthetischen Düngern. Nicht so im Friedfertigen Landbau!

Vom kleinen Samenkorn zur kräftigen Jungpflanze

Ich bin eine Gurken-Pflanze

Die Jungpflanzenerde wird angefeuchtet und mit Hilfe einer Erdtopfpresse in kleine Töpfchen geformt. In diesen Töpfchen wird in einer Vertiefung das Saatgut abgelegt. Das Ganze wird mit feinem Sand abgestreut und in eine Jungpflanzenkiste gesetzt. In der feuchten Erde und darüber gestreutem feinen Sand, der den Keimling vor dem Austrocknen schützt, entwickelt sich nun das kleine Pflänzchen. Zunächst quillt das Korn auf, um schon kurze Zeit später eine kleine Pfahlwurzel in das Töpfchen zu bohren. Danach reckt sich ein kleiner Trieb durch den Sand nach oben, dem Sonnenlicht entgegen. Dies schafft das kleine Lebewesen nur mit der richtigen Temperatur und angepasster Wassergabe. Es muss aus eigener Energie zu einer gesunden kleinen Gemüsepflanze heranwachsen. Biologisch erzeugtes Saatgut, mit seiner besonderen inneren Vitalität, ist der Grundstock, damit ein robustes Pflänzchen ohne Hilfsstoffe entsteht.

Ich bin ein Tomaten-Pflänzchen

Unser Jungpflanzengärtner und seine Helfer kümmern sich mit Fachkenntnis, Hingabe und Liebe zur Pflanze um die richtige Kinderstube. Wenn alle Bedingungen gut passen, dann verlassen gesunde und vitale Pflanzen nach 4 Wochen beim Salat, 6 Wochen beim Kohl und 8 Wochen bei Paprika und Tomate die Kinderstube in Richtung Feld und Gewächshaus. Wir betreiben die Anzucht der Setzlinge noch gärtnerisch und nicht wie in modernen, konventionellen Betrieben in vollautomatischer Massenproduktion. Die kleinen Geschöpfe haben wir selbst etliche Male in der Hand und kontrollieren die Bestände täglich persönlich, damit es ihnen gut geht. Zurzeit werden Salate und Kohljungpflanzen herangezogen. Die ersten Gemüsepflanzen wachsen unter Glas und Folie heran, um unser leckeres, selbsterzeugtes Gemüse möglichst früh im Jahr anbieten zu können. Ab Mitte März geht es dann ab ins Freiland…“

Es ist uns wichtig, die Jungpflanzen selbst heranzuziehen, damit später das Gemüse der inneren und äußeren Qualität von Lebe Gesund entspricht. Es gehört zu dem einmaligen Konzept des großen Betriebsverbundes unter dem Motto: „Vom Anbau bis zum Kunden – alles aus einer Hand!“

Die Gemüse-Gärtner und das Lebe Gesund-Team grüßen Sie herzlich!

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