Der Friedfertige Landbau: die Alternative zu Düngewahn und Bodenzerstörung

Sauberes Trinkwasser, saubere Luft, gesunder Boden? Diese lebenswichtigen Naturgüter sind in Gefahr. Eine Hauptursache ist die industrielle Tierhaltung: „Der derzeit hohe Konsum tierischer Produkte wie Fleisch, Eier und Milch sollte gesenkt werden.“ empfiehlt der Sachverständigenrat der Bundesregierung für Umweltfragen.

Eine vor wenigen Jahren von offizieller Seite noch völlig undenkbare Aussage. Doch die dramatische Situation erfordert offenbar ein konsequentes Umdenken, wie die Frankfurter Rundschau meldet.

Der neue Bodenatlas der Heinrich Böll-Stiftung zeigt: Die Landwirtschaft trägt vor allem im Nordwesten und Süden Deutschlands durch Düngung und Tierhaltung zu 57% zum hohen Stickstoff-Ausstoß bei, was zur Verdrängung zahlreicher Pflanzenarten führt, und dann auch Konsequenzen für die Artenvielfalt von Insekten und Vögeln hat.

Bodenatlas zeigt die Folgen falscher Bodennutzung auf

Der Ackerboden ist ein empfindlicher Organismus: Unter einer Fläche von einem Hektar leben 15 Tonnen Bodenlebewesen. Die typischen braunen, fruchtbaren Böden Europas sind dabei etwa 10.000 Jahre alt.

Der Lebensraum Boden birgt noch viele Geheimnisse. Nur ein Bruchteil der vielen Arten, die in ihm leben, ist bisher erforscht (Quelle: Bodenatlas 2015)

Der Lebensraum Boden birgt noch viele Geheimnisse. Nur ein Bruchteil der vielen Arten, die in ihm leben, ist bisher erforscht (Quelle: Bodenatlas 2015)

Die industrielle Landwirtschaft betreibt fatalen Raubbau an dieser endlichen Ressource, und das weltweit. In Europa sind bereits 17% der landwirtschaftlichen Böden degradiert, also in ihrer Qualität deutlich verschlechtert bis zerstört. „Die EU lebt von den Anbaugebieten jenseits ihrer Grenzen“ stellt der Bodenatlas fest. „Wir nutzen die Böden der Welt, als wären sie unerschöpflich.“ heißt es weiter. Einmal zerstört, sind sie aber in menschlichen Zeiträumen nicht zu erneuern.

Der Friedfertige Landbau: die nachhaltige Alternative

Seit mehr als 30 Jahren ist der vegane, Friedfertige Landbau die Alternative zur industrialisierten Landwirtschaft, denn er

  • betreibt keine Nutztierhaltung
  • fördert und bewahrt die Artenvielfalt
  • ist regional und klimafreundlich

Landwirte berichten: „Im Friedfertigen Landbau bringen wir weder Mist noch Gülle, noch künstliche Düngemittel oder Pestizide und auch keine genmanipulierten Samen aus. Zur Stärkung des Bodens und der Kulturen verwenden wir reine Natursubstanzen, wie das im Herbst gefallene Laub, pflanzlichen Kompost oder Gesteinsmehl.“

„Die Natur lehrt uns den Ausgleich zwischen Geben und Empfangen. Entsprechend geben wir den Feldern im Friedfertigen Landbau regelmäßige Ruhepausen. Wir beuten die Mutter Erde also nicht aus, sondern lassen ihr eine verdiente Erholungsphase, zum Beispiel ein Brachejahr.“

Getreide und Gemüse aus Friedfertigem Landbau

Das Getreide, aus dem das beliebte Steinmühlenbrot von Lebe Gesund gebacken wird, stammt aus Friedfertigem Landbau. Auch Gemüse und Kräuter werden in dieser besonderen Anbauform angebaut.

Überzeugen Sie sich selbst vom natürlichen Geschmackserlebnis und unserer hohen Qualität – probieren Sie!

Kommentar:

  • Ewald Kloiber

    4 Jahren ago
    Danke für diese wertvolle Info. Meine Bitte an jeden Menschen ist: Lebe bewusst! Wenn wir alle bei dem, was wir essen, erst mal eine Minute darüber nachdenken, was wir damit bewirken, was wir mit dem Kauf unterstützen und fördern, dann sind wir auf dem richtigen Weg. Ich kenne persönlich niemanden, der bewusst Tierquälerei und die Vergiftung und Zerstörung unserer Erde mitfinanzieren will.
    • Grüne Woche 2015: Regional und vegan im Trend - Lebe Gesund AKTUELL

      4 Jahren ago
      […] Der Friedfertige Landbau: die Alternative zu Düngewahn und Bodenzerstörung […]