Anbau ohne Mist und Gülle: der vegane Friedfertige Landbau

Vegane Ernährung ist Trend – mittlerweile essen laut Vegetarierbund rund 900.000 Menschen in Deutschland rein pflanzlich.

Entsprechend breit gefächert ist das Angebot an veganen Lebensmitteln, die längst auch in ganz normalen Supermärkten zu haben sind. Wer allerdings Wert auf Lebensmittel legt, die ohne Lebensmittel-Chemie bereits „ab Anbau“ vegan sind, wird dort nur selten fündig.

Nicht nur die konventionelle Landwirtschaft, sondern auch ökologisch wirtschaftende Betriebe setzen bei der Düngung ihrer Anbauflächen nach wie vor auf tierische Bestandteile. Als Alternative zum Kunstdünger dürfen mit dem Segen der EU-Öko-Verordnung unter anderem Knochenmehle, Haare, Hornmehle und Blutmehl verwendet werden, also herkömmliche Schlachthausabfälle.

„Im Ökolandbau wird überwiegend mit Mist und Gülle sowie Pflanzenkompost gedüngt“, schreibt das Münchner Umweltinstitut auf seiner Website. Pflanzlicher Kompost ist ein wertvoller Naturdünger – Mist und Gülle aber sind Abfallprodukte der Nutztierhaltung. Der höhere Ertrag, der sich damit erzielen lässt, ist also mit Tierleid erkauft. Zudem schädigt die scharfe Gülle das Bodenleben. Zweifel am Einsatz von Tierexkrementen als Dünger nähren auch Berichte über antibiotikaresistente Keime auf Gemüse, so etwa in der ZDF-Sendung „Volle Kanne“ am 3.11.2015. Laut dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Forschungsverbund RESET ist als Dünger eingesetzte Gülle ein „möglicher Überträger“ solcher Keime.

Der vegane Friedfertige Landbau – die Zukunft für das Leben

Als rein vegane Anbauform verzichtet der vegane Friedfertige Landbau schon seit mehr als 30 Jahren nicht nur auf den Einsatz von Chemie, Kunstdünger und Klärschlamm, sondern auch auf tierische Düngemittel. Aus Achtung vor dem Tier als Mitgeschöpf wird dort keine Nutztierhaltung betrieben, Mist und Gülle, die man auf Felder „entsorgen“ müsste, fallen also gar nicht erst an. Das Bodenleben wird durch reine Natursubstanzen gestärkt, wie z.B. pflanzlichen Kompost, Laub und Gesteinsmehl.

Die Felder erhalten regelmäßige Ruhepausen, z. B. in Form eines Brachejahrs – so kann sich das Erdreich regenerieren und für eine neue Wachstumsphase vorbereiten. Eine Anbauform im Einklang mit der Natur also, die die Bodenfruchtbarkeit erhöht, Umwelt und Grundwasser reinhält und nicht zuletzt auch die Artenvielfalt fördert und bewahrt.

Lebensmittel aus veganem Friedfertigen Landbau beim
Lebe Gesund-Versand

Wer die Erzeugnisse aus veganem Friedfertigen Landbau genießen möchte, kann das über den Lebe Gesund-Versand tun sowie über die Lebe Gesund-Läden. Auch auf vielen Messen und Weihnachtsmärkten sind die veganen Köstlichkeiten erhältlich. Das Getreide, aus dem die Steinmühlenbrote von Lebe Gesund gebacken werden, stammt aus veganem Friedfertigen Landbau. Auch Gemüse und Kräuter wachsen in dieser besonderen Anbauform heran und sind bei Lebe Gesund als Frischeprodukt, aber auch verarbeitet zu hochwertigen Brotaufstrichen (iBi), Frischkräuter-Pestos und vielen anderen schmackhaften Lebensmitteln erhältlich. Weitere Informationen zum veganen Friedfertigen Landbau finden Sie hier.